Referenzen & Erfolgsgeschichten.
Absturzsicherung und Rettungskonzept
im Mannesmannröhren-Werk
Ausgangssituation
Das Mannesmannröhren-Werk in Zeithain hat sich zum Ziel gesetzt, den Absturzschutz in seinen vier Hallenschiffen – inklusive Kranbahnen und zahlreicher Brückenkrane – konsequent auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.
Dadurch rückte eine zentrale Frage in den Mittelpunkt:
Wie lässt sich die Sicherheit der Kranführer, der Instandhaltungsteams sowie externer Medien- und Servicepartner im täglichen Betrieb gewährleisten – und zugleich im absoluten Notfall eine zuverlässige Rettung sicherstellen?
Detailanalyse
Die detaillierte Analyse des Arbeitsplatzes Krankabine zeigte deutlich, dass für zukünftige Arbeiten in der Höhe der Einsatz moderner Sicherungstechnik unverzichtbar ist. Für die Kranführenden sollte ein zeitgemäßes, vollständig integriertes Sicherungs- und Rettungssystem entwickelt werden.
Die vorhandenen Strukturen boten dabei eine solide Grundlage, mussten jedoch gezielt erweitert und ergänzt werden, um den gestiegenen Anforderungen und zukünftigen Sicherheitsstandards gerecht zu werden.
Daraus ergaben sich folgende Schwerpunkte:
- Aufbau eines Absturzsicherungssystems
- Integration definierter Anschlagpunkte entlang der Zugänge und der Kranbahn
- Bereitstellung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)
- Entwicklung eines klaren Rettungskonzeptes für Notfallsituationen insbesondere handlungsunfähige Personen
- Planung praktikabler, sicherer Rettungswege aus der Krankabine
Mit der Neuanschaffung des Brückenkrans eröffnete sich erstmals die Chance, Sicherheit nicht nur nachträglich zu integrieren, sondern von Beginn an ganzheitlich zu planen und umzusetzen. Da der Markt für diese Anforderungen keine Standardlösungen bot, war eine maßgeschneiderte Sonderkonstruktion gefragt – entwickelt vom ersten Entwurf bis zur finalen Umsetzung direkt im Betrieb.
Die Lösung - Ein kundenspezifisches Rettungskonzept
In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelte PIEL ein individuelles, technisch integriertes und praxisnah erprobtes Rettungskonzept, das klare Orientierung gibt, schnelle Entscheidungen ermöglicht und Sicherheit in jeder Situation gewährleistet.
Übergabe des Rettungskonzeptes

v.l.n.r.: Hans-Christian Meyer, Dienstleistungen, Trainer und Unterweisender PSAgA am PIEL Standort Dresden; Carsten Haase Operating Engineer, Michael Plach, Sicherheitsingenieur, Beatrice Schumann, Vertrieb Außendienst PIEL Dresden
Umgesetzte Maßnahmen
Es wurde eine ganze Reihe abgestimmter Maßnahmen umgesetzt. Den Auftakt bildete eine detaillierte Gefährdungsbeurteilung für die Kranbahn von Michael Plach, die alle relevanten Absturzrisiken identifizierte und die Grundlage für die weitere Planung schuf.
Darauf folgte die Installation von rund 2.700 Metern zertifizierter Anschlageinrichtungen, die heute für eine durchgehend sichere Begehbarkeit und Rettungsmöglichkeit sorgen. Carsten Haase plante schon erste Maßnahmen für die Rettung der Kranfahrenden im Zuge der Neuanschaffung des Brückenkrans. Parallel wurde der Standort mit spezifischer Rettungs- und PSAgA- Ausstattung ausgerüstet.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die Qualifizierung der Mitarbeitenden: 78 Personen wurden praxisnah geschult, sodass sie die Persönliche Schutzausrüstung sicher anwenden. Dies ist die Basis für Trainings, um im Ernstfall, einer Rettung souverän handeln zu können. Ebenso prüfte PIEL sämtliche Sicherungs- und Rettungssysteme und entwickelte ein klar strukturiertes Rettungskonzept, das alle Abläufe verständlich beschreibt und im Betrieb, nach Lehrgängen verlässlich angewendet werden kann.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Der Projekterfolg basierte auf einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Regelmäßige Vor-Ort-Termine sowie enge Abstimmungen mit Technik, Medien und der Personalabteilung sorgten für klare Strukturen und abgestimmte Abläufe.
Montage-, Prüf- und Schulungstermine wurden gemeinsam geplant, wodurch eine reibungslose Umsetzung möglich war. Partnerfirmen, wie etwa Dachdecker, wurden durch temporäre Anschlagmöglichkeiten sicher in das Projekt integriert. Die statischen Berechnungen erfolgten durch einen qualifizierten Ingenieur bei Mannesmann, ergänzt durch fachliche Zuarbeit zu den Betriebsanweisungen.
"Die Zusammenarbeit mit PIEL hat uns im Bereich höhergelegener Arbeitsplätze spürbar vorangebracht. Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Komplexe Theorie wurde in verständliche, praxisnahe und umsetzbare Abläufe übersetzt. Wir lernen gemeinsam – und entwickeln sichere Lösungen weiter.“
CARSTEN HAASE
Operating Engineer
AS - Service
Mannesmannröhren-Werk Zeithain


"Ich habe selten so ein gut strukturiertes und meiner Ansicht nach auch gut umsetzbares Rettungskonzept gesehen. Die Angaben zu den rettenden Personen und zum Rettungsequipment sind klar formuliert und vor allem ist der eigentliche Rettungsvorgang in den jeweiligen Szenarien mit Text und Foto nachvollziehbar beschrieben."
STEPHAN MROSEK
Fachreferent, Schwerpunt Hochgelegene Arbeitsplätze und Baustellen
BGHM Berufsgenossenschaft Holz und Metall

Ausblick
Die Erfahrungen aus dem Projekt bilden nun die Grundlage für weitere Sicherheitsmaßnahmen im gesamten Werk.
Das Konzept ist bewusst skalierbar angelegt:
- Übertragung auf weitere Krananlagen
- Sicherungs‑ und Rettungskonzepte für Behälter und enge Räume
Fazit
Der Erfolg des Projekts beruht auf der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten – von der Geschäftsführung über die Sicherheitsbeauftragten bis zu den Technik- und Wartungsteams. Die Kombination aus innovativer Technik, individueller Beratung und praxisnaher Schulung ermöglichte eine Lösung, die weit über die reine Erfüllung von Vorschriften hinausgeht.
Das neue Rettungskonzept hat nicht nur die Sicherheit in der Kranbahn signifikant erhöht, sondern auch das Bewusstsein für Arbeitssicherheit im gesamten Werk gestärkt. Die systematische Dokumentation und die positive Resonanz von Mitarbeitenden und Prüfern zeigen: Mit maßgeschneiderten Lösungen und kontinuierlicher Verbesserung kann Sicherheit zur gelebten Unternehmenskultur werden – ganz im Sinne von PIEL und ihren Kunden.
Dein direkter Ansprechpartner bei uns:

Hans Christian Meyer
Dienstleistungen · Trainer und Unterweisender für PSAgA
Standort Dresden
Telefon: +49 351 266366 46



























